Burgen und Schlösser der Loire

Über Siebenbürgen

Zu den beliebtesten Reisezielen in Frankreich gehört zweifellos das Loiretal, das sich südlich von Paris von Orleans bis zur Atlantikküste erstreckt. Vor allem die rund 400 Burgen und Schlösser, die während des Hundertjährigen Krieges (1337 bis 1453) ein Bollwerk gegen die Engländer darstellten, sind die Hauptattraktionen dieser Region.

Einige der bekanntesten und sehenswertesten Schlösser, die auch besucht werden können, stellen wir hier vor.

Schloss Chambord

Das Bauwerk, mit dem sich König Franz I. verewigen wollte, galt damals und gilt auch heute noch als das schönste und spektakulärste unter den Loire-Schlössern. Es bietet Besuchern schon von außen einen unvergesslichen Anblick. Das Gewirr von kleinen Türmen, Kaminen und Lukarnen sucht weltweit seinesgleichen.

Mehr als 750.000 Besucher im Jahr bestaunen die 154 Meter lange und 117 Meter breite Anlage, die im Stil der Renaissance erbaut wurde und über 440 Zimmer verfügt.

Schloss Chaumont-sur-Loire

Das im 15. und 16. Jahrhundert erbaute Schloss, war früher im Besitz von Catherine de Médicis. Es bietet einen traumhaften Panoramablick über das Loire-Tal und ist vor allem durch seine einzigartigen Wandteppiche berühmt geworden. Auch der Ratssaal und die Bibliothek gelten als besonders sehenswert.

Einen alljährlichen Höhepunkt bildet auch das Internationale Gartenfestival, das von Juni von Oktober stattfindet. Dabei verzaubern Gartenbauunternehmen wie beispielsweise Nelson Garden und Landschaftsgärtner aus aller Welt, die zum Schloss gehörenden großzügig angelegten Parkanlagen in eine kreative, farbenfrohe und wunderbar duftende Landschaft.

Schloss Amboise

Das Schloss im Departement Indre-et-Loire kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Einst als mittelalterliche Festung errichtet, wurde es auf Wunsch gleich mehrerer Könige ab dem 15. Jahrhundert Stück für Stück in ein Renaissance-Schloss verwandelt. Niemand Geringerer als Leonardo da Vinci wurde für drei Jahre zum Maler und Architekten von König Franz I. ernannt. Da Vinci wohnte in einem nahen Landsitz namens Clos Lucé, der ebenfalls Besuchern zugänglich ist. Es zeigt Entwürfe des italienischen Malergenies, das in der zum Schloss gehörenden Kapelle Saint-Hubert seine letzte Ruhestätte fand.

Die reichlich mit Holzvertäfelungen und Wandteppichen verzierten Säle und Räume sind ebenso sehenswert wie das Spektakel, das in den Sommermonaten in den Parkanlagen aufgeführt wird und das Leben am Hofe der früheren Könige zeigt.

Schloss Villandry

Das Renaissance-Schloss befindet sich kurz vor der Mündung der Loire in den Atlantischen Ozean ist in erster Linie durch seine eindrucksvollen und weitflächig angelegten Parkanlagen berühmt, die in fünf verschiedene Themenbereich gegliedert sind.

Der Gemüsegarten mit seinen neun Beeten bildet ein schachbrettförmiges Muster. Hier gedeiht saisonales Gemüse. Der zweigeteilte Ziergarten besteht aus Beeten mit Buchsbäumen, die auf der einen Seite die besonderen Formen von Liebe darstellen sowie Lyren und Harfen auf der anderen Seite, die sich der Musik widmen. Der Wassergarten lädt zur Ruhe und zum Verweilen ein und im Kräutergarten wachsen aromatische und gesundheitsfördernde Pflanzen.

Auf der höchstgelegenen Terrasse des Schlosses befindet sich der erst im Jahr 2008 angelegte Sonnengarten. Im Wäldchen gleich oberhalb des Schlosses lässt sich ein wunderbarer Ausblick über die Gegend genießen.