Deutschland – Land der Burgen und Schlösser

Über Siebenbürgen

Nicht nur aufgrund der vielen unterschiedlichen Landschaften und der sehenswerten Städte ist Deutschland ein beliebter Anziehungspunkt für Millionen von Touristen, sondern auch wegen der vielen mittelalterlichen Schlösser und Burgen, die an längst vergangenen Zeiten erinnern. Hier eine kleine Auswahl.

Die Wartburg

Hoch oben über der thüringischen Stadt Eisenach thront die im Jahr 1067 unter Ludwig Springer gebaute Burg, die allerdings im 19. Jahrhundert zum Großteil neu erbaut wurde.

Die Geschichte der Burg ist auch eng mit der Geschichte Deutschlands verknüpft. Der Reformator Martin Luther hielt sich hier einst versteckt und übersetzte in dieser Zeit das Neue Testament. Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte die Burg mehrmals. Die Nationalsozialisten versuchten während ihrer Herrschaft diese urdeutsche Burg für ihre Zwecke zu nutzen. Als jedoch das Kreuz auf der Burg durch eine Hakenkreuzfahne ersetzt werden sollte, kam es zu heftigen Protesten, sodass diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht wurde.

Seit dem Jahr 1999 gehört die Burg zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Burghaldenschloss

Das auch Burg Freiburg genannte Schloss befindet sich auf einer Anhöhe über der Stadt Freiburg im Breisgau und wurde bereits im Jahr 1091 unter dem Zähringer Herzog Berthold II. errichtet. Das Burghaldenschloss hat eine sehr wechselvolle Geschichte im Laufe der Jahrhunderte mit vielen Besitzerwechseln hinter sich. Von der Universitätsstadt Freiburg aus lässt sich auch in nur wenigen Fahrstunden die Schweiz erreichen. Ein Abstecher zur Ski Lodge Engelberg ist hier immer empfehlenswert.

Schloss Schwerin

Das bekannteste und prächtigste der über 2.000 Schlösser des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern befindet sich in der Landeshauptstadt Schwerin. Schloss Schwerin ist gleichzeitig Sitz des Landtages und der Landesregierung des Bundeslandes im Nordosten Deutschlands. Zuvor diente das Schloss jahrhundertelang als Sitz der mecklenburgischen Herzöge. Seine baulichen Ursprünge gehen bereits auf das Jahr 965 zurück. Aufgrund des romantischen Erscheinungsbildes wird das Schloss auch schon mal gerne als Neuschwanstein des Nordens oder Märchenschloss bezeichnet.

Schloss Moritzburg

Das im gleichnamigen Ort bei Dresden gelegene Schloss ist eine der großen Touristenattraktionen der Region rund um die sächsische Landeshauptstadt. Es war im 16. Jahrhundert ein Jagdschloss und wurde im 18. Jahrhundert unter August dem Starken in seine heutige Form umgebaut. Das Schloss liegt auf einer künstlichen Insel und ist harmonisch in die Landschaft eingebettet.

Burg Eltz

Die in der Nähe von Wierschem in Rheinland-Pfalz gelegene Höhenburg befindet sich noch heute im Besitz eines echten Grafen, dem Karl Graf und Edler Herr von und zu Eltz-Kempenich, auch kurz Faust von Stromberg genannt. Seine Vorfahren bekamen die Burg im Jahr 1157 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa geschenkt. Die Ritterburg ist einsam gelegen und umringt von Wäldern. Sie ist der Öffentlichkeit zugänglich, denn die Erhaltung der romantischen Burg hat sich die 33. Generation der Adelsfamilie zur Aufgabe gemacht. Einzigartig ist vor allem die Architektur mit den 35 Meter hoch aufragenden Türmen.