Wie lebten die Siebenbürger Sachsen?

Über Siebenbürgen

Obwohl die deutschen Siedler in einem völlig anderen Land als das Heimatland lebten, konnten sie weitestgehend ihre kulturellen Werte bewahren und durch die Anpassung an den neuen Lebensraum und den stetigen Austausch mit der Bevölkerung weiterentwickeln. Wirtschaftliches Wissen, aber auch technisches Know-how, religiöse Überzeugungen, tradierte Sitten, die deutsche Sprache und Kultur sowie Freiheit und Toleranz konnten im neuen Heimatland weiterentwickelt und gelebt werden. Ihr Siedlungsgebiet hat sie geprägt und ein Gemeinschaftswesen erschaffen, welches das Wohl des Einzelnen, aber auch das der Gemeinde förderte. Das Land Rumänien und insbesondere die autonome Region Siebenbürgen hat im Laufe der Jahre einen großen Nutzen von den Fertigkeiten und dem Wissen der Siebenbürger Sachsen gezogen. Sie haben die Entwicklung Siebenbürgens mitbestimmt und ihren positiven Beitrag zur Entwicklung Ungarns sowie des Habsburgerreichs geleistet.

Der Erste und Zweite Weltkrieg haben die Siebenbürger Sachsen jedoch auseinandergerissen und auch dafür gesorgt, dass ihre Kultur langsam verloren ging. Traditionen, Sitten, Sprache und viele weitere kulturelle Güter, die über viele Jahre erhalten wurden, sind durch die Wirren der Kriege untergegangen. Heute lebt die Mehrzahl der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, nur ein Bruchteil ist in Siebenbürgen geblieben. Um die Kultur ein Stückweit erhalten zu können, finden „Sachsen Treffen“ in Deutschland statt.