Tänze aus Siebenbürgen

Über Siebenbürgen

Tänze sind meist Ausdruck gesteigerter Lebenskraft und Energie, die mit Freue gepaart wird. Lange bevor der Mensch sich eloquent ausdrücken konnte oder etwas von Mimik und Melodie verstand, gab es den Tanz. Langsam änderte sich der Tanz jedoch in Form und Inhalt, jedoch blieben viele Fundamente gleich. Es kamen Tanzmasken, Trachten und anderes Equipment hinzu, sodass Tänze Ausdruck von Trauer und Freude werden konnten. Gleichzeitig entstanden für unterschiedliche Festlichkeiten verschiedenen Tänze. Die volkstümlichen Tänze gehören zum Kulturgut eines jeden Volkes oder mehrerer verwandter Völker.

Die Siebenbürger Sachsen und Ihre Tänze
Als die Siebenbürger Sachsen im 12. Und 13. Jahrhundert nach Siebenbürgen kamen, brachten sie auch ihre Tänze und Lieder, sowie andere Kulturgüter mit. Einiges ist davon verloren gegangen, anderes hat sich wiederum verändert. Ein sehr alter Tanz ist der „Königinnentanz“ aus der Ortschaft Deutsch-Weißkirch. Ferner stammen der „Reifentanz“ (Tanz der Böttcherzunft) und der „Schwerttanz“ (Tanz der Kürschnerzunft) aus dem 14. Jahrhundert. Ein weiterer ist der Laich, ein Lied- und Tanzritual mit mythologischem Hintergrund. Im Buch „Siebenbürgisch-deutsche Volkslieder“ erhält man einen Überblick über alle gängigen Tänze aus Siebenbürgen.

Ebenso ist der Siebenbürger Rheinländer bekannt, der vor dem 2. Weltkrieg nach Wien gebracht wurde und Österreich nach 1945 Anklang fand.