Deutsche Minderheiten in Rumänien

Über Siebenbürgen

Die Siebenbürger Sachsen sind die ältesten Siedler auf dem Territorium des heutigen Rumäniens. Doch diese waren nicht die einzigen deutschen Siedler in dieser Region, denn im 18. Jahrhundert erreichten die Banater Schwaben dann Rumänien. Im Sinne einer großangelegten Kolonialisierung. Sie kamen nachdem das Banat nach über 150 Jahren Türkenherrschaft in ein Gebiet des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation umgewandelt wurde. Sie trafen ein verwüstetes Sumpfgebiet an, das sie erst wieder urbar machen mussten, um dort Handel betreiben zu können.

3 große Schwabenzüge
Während der 3 sogenannten Schwabenzügen kamen deutsche Siedler in das Banat. Die Banater Schwaben folgten dem Ruf von Kaiser Karl dem VI. Der erste Schwabenzug erfolge zwischen 1722 bis 1726. Zu Zeiten der Regierungszeit Kaiser Maria Theresias ließen sich weitere 22.355 Siedler im Banat nieder. Während des dritten Schwabenzugs wurde in den Jahren 1780 bis 1790, während der Amtszeit Kaiser Josef II., weitere 30.000 Schwaben ansässig. Ebenso wie die Bezeichnung „Sachsen“ der Siebenbürger Sachsen missverständlich ist, kann auch die Benennung „Schwaben“ in die Irre führen. Denn im engeren Sinne waren sie keine Schwaben, sondern stammten vorwiegend aus den Gebieten Trier, Rheinpfalz, Lothringen, Rheinhessen und Franken. Nur eine geringe Zahl kam aus Schwaben, Bayern oder den österreichischen Alpenländern.