Das Siebenbürger Kleingebäck

Über Siebenbürgen

Von Lika- und Harlekinschnitten, über Ischler und Pfauenaugen, bis hin zum saftigen Nusstrietzel und Rahm-Hanklich stammen viele Leckereien aus Siebenbürgen. Was verbirgt sich genau hinter den kreativen Bezeichnungen?

  • Rahm-Hanklich: Die Hanklich ist ein traditioneller Kuchen aus Siebenbürgen, der aus einfachem Brot- bzw. Hefeteig hergestellt wird. Früher wurde die Hanklich meist nach dem Brotbacken im heißen Backofen, unmittelbar auf den Ziegeln gebacken. Der Belag besteht aus Eigelb, Schmand oder Creme fraîche, Grieß und Vanille.
  • Ischler: Die Ischler Törtchen stammten ursprünglich aus Österreich und wurden in leicht abgeänderter Form auch in Siebenbürgen bekannt.
  • Harlekinschnitten: An Ostern gehören die Harlekinschnitten ebenso dazu wie die Ostereier. Es handelt sich dabei um eine Kuchen, welchen es hauptsächlich im Osten Siebenbürgens gab.
  • Szekler-Kuchen: Meist wir der Szekler-Kuchen oder manchmal auch Szekler-Schnitten an Silvester serviert. Die Zutaten sind sehr ähnlich, allerdings werden die Schnitten in einem rechteckigen Blech gebacken und in rautenförmige Stücke geschnitten. Man sowohl frisch geröstete gemahlene Haselnüsse oder Walnüssen verwenden.
  • Non-Plus-Ultra: Es scheint als seien die Siebenbürger Sachsen kreativ bei derNamensgebung von Leckereien, doch zur Geschichte dieses Gebäcks findet man viel in österreichischen Kochbüchern. Im Grunde haben es aber die Spanier erfunden, welche die Torte anlässlich der Hochzeit Isabellas von Kastilien mit Ferdinand dem II. gebacken hatten. Das Gebäck besteht aus einem knusprigen Mürbeteig, der mit einem säuerlich-fruchtigen Johannisbeer- oder Himbeermus gefüllt und mit einem Häubchen süßem Baiser verziert ist.