16.Die Aussiedlung der Siebenbürger Sachsen

Über Siebenbürgen

Im Jahr 1951 wurde vom Roten Kreuz eine Hilfsaktion für Rumäniendeutsche durchgeführt, die dafür sorgte, dass einige dem kommunistischen Regime entfliehen konnten.

Im Januar 1978 kam es zwischen dem deutschen Bundeskanzler Schmidt und Ceausescu zu einer Vereinbarung über eine Familienzusammenführung, bei der jährlich 11.000 Rumäniendeutsche aussiedeln durften. Gleichzeitig mussten die Deutschen ein Entgelt für die Ausbildungskosten des rumänischen Staates bezahlen. Dieses wurde als „Kopfgeld“ und „Sklavenhandel“ bezeichnet.

Bis Dezember 1989 kamen auf diese Weise insgesamt 242.326 Deutsche aus Rumänien in die Bundesrepublik, dabei waren ungefähr die Hälfte Siebenbürger Sachsen. Rund 96.000 Siebenbürger Sachsen erlebten jedoch noch den Sturz Ceausescus und konnten im Anschluss daran nach Deutschland gelangen. Lediglich 25.000 Siebenbürger Sachsen blieben in rund 266 Gemeinden in Siebenbürgen, meist handelt sich hierbei um die 55 bis 70jährigen. In Deutschland angekommen, streben die Aussiedler nach Integration und erlangen dies durch relativ gute Sprachkenntnisse und eine gute Berufsausbildung sehr schnell. Identitätsfragen sind bei den Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben nur marginal, sodass sich die oft recht erfolgreichen neuen Bürger schnell integriert haben. Besonders die jüngere Generation hat keine Probleme und ist sprachlich nicht von ihren Altersgenossen zu unterscheiden. Sie streben akademische Abschlüsse an und arbeiten in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.