Silvesterbräuche in Siebenbürgen

Über Siebenbürgen

Es gibt viele Sitten und Bräuche aus Siebenbürgen, die im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten sind.

Bleigießen ein wenig anders
An Silvester schöpften die Jungfrauen Wasser aus dem Brunnen, gossen es in ein Trinkgefäß und schlugen ein Ei hinein. Danach prüften sie die Figur, die das Ei im Wasser bildete, denn der Brauch sagt, dass sie ihren zukünftigen Bräutigam in der Figur erkennen könnten.

Bäume schütteln für ein glückliches neues Jahr
„Freut euch, ihr Bäume, Neujahr ist gekommen“ rufen die Kinder und schütteln dabei die Bäume, die an Silvester mit Strohseilen umwickelt werden, damit sie eine gute Ernte tragen. In einem anderen Dorf hingegen, stach man ein blankes Messer in einen frischen Brotlaib, wobei die eine Seite des Messers die Getreideernte anzeigte und die andere die Weinlese. Wurde die Schneide letztendlich auf der Ernteseite rostig, war das kein gutes Omen für die künftige Ernte.

Ins neue Jahr rutschen oder hüpfen?
In Siebenbürgen hüpft man in einigen Ortschaften ins neue Jahr, dafür stehen die Kinder auf einem Stuhl und springen bei Glockenschlag ins neue Jahr.

Das Neujahrsferkel, das Sünden vergibt
In einigen Ortschaften erscheint das „Noarjorsfarkel“ (Neujahrsferkel), welches Kindern beim fehlerfreien Aufsagen des Neujahrsspruchs Sünden vergibt und Kostbarkeiten verteilt.